LVR-Industriemuseum

Stadt, Land, Garten – Kulturgeschichte des Nutzgartens

„Urban Gardening“ heißt ein aktueller Trend in Großstädten. An allen möglichen und unmöglichen Orten wird gemeinschaftlich gebuddelt, gepflanzt und geerntet. Die Bedeutung eines Nutzgartens, die sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder gewandelt hat, wird in dieser Sonderausstellung von allen Seiten beleuchtet.

Vor der Industrialisierung war es für die Bevölkerung lebenswichtig, ihren Speiseplan mit Selbstangebautem zu ergänzen, Gemüse und Früchte mussten eingemacht werden, um durch den Winter zu kommen. Nach der Industrialisierung, in Zeiten wachsender Städte und Ballungszentren, hatte nicht jede Familie wie selbstverständlich einen Garten. Doch wer die Möglichkeit hatte, pflanzte und erntete gerne eigene Früchte, genoß das selbstbestimmte Arbeiten mit der Familie an der frischen Luft.

Im “Dritten Reich” stieg die Anzahl organisierter Kleingärten, die Gartenarbeit wurde gefördert. Der Lebensmittelknappheit in Kriegszeiten konnte jedoch trotz aller Bemühungen nicht wirklich entgegen gewirkt werden. Oft fehlte es einfach an den notwendigen Kenntnissen. In Folge der Kriegszerstörungen wurden die Gartenlauben oft als Notunterkünfte oder auch als Verstecke für verfolgte Minderheiten genutzt.

In der heutigen Zeit gibt es viele Arten und Formen gemeinschaftlichen Gärtnerns. Gerade junge Familien suchen Ruhe, Entspannung und frische Luft als Gegenpol zum stressigen und termingeplagtem Alltag in der Stadt. Aber ein Garten bedeutet auch viel Arbeit.

 

Die subjektive Seite des Gärtnerns spielt in der Ausstellung eine große Rolle. Die Schau geht den Motiven nach, die zu verschiedenen Zeiten hinter der Tätigkeit im Garten standen. Und wie Gärtner heute ihr Tun zwischen Last und Lust erleben, schildern sie in prägnanten Worten.

Die Ausstellung fordert zum aktiven Mitmachen auf: Es gilt, sich Inhalte durch puzzeln, kurbeln oder knobeln zu erschließen, Sammelkarten zu suchen und vor allem, sich an den Gemeinschaftsgärten im Freien zu beteiligen – Hacken, Schäufelchen, Gießkanne stehen bereit.

Zur Ausstellung gibt es abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

 

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