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Unschuld

Das episodenhafte Drama von Autorin Dea Lohers erzählt von der Flucht, dem wachsendem Populismus und Amoklauf. Themen, die seit der Entstehung des Stückes im Jahre 2003 in ihrer Bedeutung für uns als Menschen immer aktueller und realer geworden sind. Das Stück stellt sich in 19 Episoden die Frage nach der Schuld und Unschuld und setzt den Fokus auf die Schauspieler vor einem minimalistischen Bühnenbild.

Erzählt werden die Geschichten aus sicht des Flüchtlings Elesio, der mit seinem Freund Fadoul mitansehen muss, wie eine Frau im Meer ertinkt. Die beiden trauen sich nicht einzuschreiten oder zur Hilfe zu eilen, da sie mit der Angst kämpfen, durch die Konsequenzen ausgewiesen zu werden. Sie werden Zeuge davon wie die blinde Absolut vor Männern tanzt um gesehen zu werden, Frau Habersatt nach ihrer Totgeburt eine Biographie für ihr Ungeborenes verfasst und die Bekanntschaft von einem homosexuellen Arzt nur mit zu ihm nachhause geht um sich aus dem 13. Stock zu springen und sich das Leben zu nehmen. Die zwei jungen Männer können nicht verstehen wie sich Menschen in einem sicheren Land das Leben zur Hölle machen können oder sich gar das Leben nehmen.

Inszeniert mit einem Chor und einigen Charakteren, die mit nordafrikanischem Akzent lyrische Prosa sprechen, entsteht ein einzigartiges Theaterstück, das toternste Themen einen skurrilen und teils komödienhaften Charm verleit, der vor schwarzem Humor nur so strotzt.

COVID-19

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