Köln Archives - NRWHITS Das Erlebnisportal für Nordrhein-Westfalen Wed, 20 May 2026 15:40:26 +0000 de hourly 1 https://www.nrwhits.de/wp-content/uploads/2020/10/cropped-logo_nrwhits-45x45.png Köln Archives - NRWHITS 32 32 Köln entdecken https://www.nrwhits.de/themenspecial/koeln-entdecken/ Wed, 20 May 2026 15:39:21 +0000 https://www.nrwhits.de/?p=351520 Kreativ, stylish und urkölsch: Wir nehmen Dich mit auf einen Streifzug durch Kölns spannendste Veedel und verraten die besten Insider-Tipps.

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Köln ist eine Stadt, die man einfach lieben muss. Ob prachtvoller Dom, lebendige Brauhauskultur oder kreative Galerien in ehemaligen Industriehallen — die Domstadt am Rhein hat für jeden Geschmack das Richtige. Wer NRW wirklich kennenlernen will, kommt an einem ausgiebigen Kölnbesuch nicht vorbei. Doch gerade wer die Stadt bereits kennt, weiß: Abseits der großen Touristenströme liegt das eigentliche Herz von Köln. In den Vierteln, die Einheimische lieben, steckt mehr Charme als an so manchem Instagram-Hotspot. Wir stellen Dir die spannendsten Stadtteile vor, die einen Besuch mehr als verdienen.

Ehrenfeld: Kölns kreatives Herz

Ehrenfeld gilt als das Kreativviertel schlechthin. Streetart an Hauswänden, unabhängige Boutiquen, vegane Cafés und Vinylläden prägen das Bild dieses Stadtteils. Hier wohnt jung, international und selbstbewusst. Wer einen Stadtbummel ohne vorgefertigte Touristenroute sucht, findet in der Venloer Straße und den umliegenden Nebenstraßen sein Glück. Besonders empfehlenswert ist ein Streifzug durch die alten Fabrikgebäude rund um das Helios-Gelände, das heute Kulturbetrieb und Ateliers beherbergt. Abends verwandelt sich Ehrenfeld in eine der lebendigsten Ausgehzonen der ganzen Stadt.

Im Belgische Viertel trifft Stil auf Lebensfreude

Kaum ein Viertel in Deutschland hat in den letzten Jahren so an Strahlkraft gewonnen wie das Belgische Viertel. Zwischen Brüsseler Platz, Aachener Straße und den belebten Seitenstraßen reihen sich Designerläden, Weinhändler und winzige Espressobars aneinander. Am Wochenende ist der Brüsseler Platz mit dem legendären Kiosk ein Treffpunkt für alle, die Köln in entspannter Atmosphäre genießen wollen. Die Gründerzeitfassaden geben dem Viertel eine elegante Kulisse, die gerade beim Flanieren besonders zur Geltung kommt.

Typisch kölsch und voller Geschichte: Das Severinsviertel

Wer das echte Köln sucht, muss in die Südstadt, genauer ins Severinsviertel. Hier findet sich noch das ursprüngliche kölsche Lebensgefühl: Brauhauskneipe neben türkischem Gemüsehändler, Altbau neben angesagtem Concept Store. Die Severinsstraße ist eine der ältesten Stadtachsen Kölns und gleichzeitig eine der lebendigsten Einkaufsmeilen des Alltags. Ein Bummel durch die engen Gassen rund um die Schildergasse des Südens lohnt sich besonders für alle, die Städtereisen nicht als Konsumerlebnis, sondern als kulturelles Eintauchen verstehen.

5 Dinge, die Du bei Deinem Kölnbesuch nicht verpassen solltest

  1. Den Kölner Dom von innen erleben: Die gotische Kathedrale beeindruckt nicht nur von außen. Ein Besuch der Schatzkammer und der Turmbesteigung lohnt sich für jeden.
  2. Rheinboulevard in Deutz: Die Promenade auf der rechten Rheinseite bietet den besten Panoramablick auf die Kölner Skyline und ist fernab der Touristenmassen.
  3. Frühschoppen im Brauhaus: Ein echtes Kölsch in einem der traditionellen Brauhäuser wie Früh, Päffgen oder Gaffel gehört zum Köln-Erlebnis einfach dazu.
  4. Museen am Rheinufer: Das Museum Ludwig mit seiner Picasso-Sammlung oder das Römisch-Germanische Museum bieten Kulturgenuss auf höchstem Niveau. Wer die Stadt wirklich verstehen will, findet auf der offiziellen Seite des Kölner Tourismus einen vollständigen Überblick über alle Museen und Ausstellungen.
  5. Klingelpütz-Park und Stadtgarten: Wer nach dem Flanieren etwas Ruhe sucht, findet in den Parks der Innenstadt grüne Oasen mitten im Stadtgeschehen.

Innenstadt und Shopping: Von der Hohe Straße bis zur Schildergasse

Wer Köln mit einem Einkaufsbummel verbinden möchte, ist in der Innenstadt bestens aufgehoben. Die Schildergasse zählt zu den meistbesuchtesten Einkaufsstraßen Deutschlands, und auch rund um den Neumarkt finden sich zahlreiche Möglichkeiten, gut einzukaufen und anschließend bei Kaffee und Kuchen zu entspannen. Die Shopping-Szene in der Landeshauptstadt Düsseldorf mit der berühmten Königsallee ist übrigens eine lohnende Alternative für alle, die NRW-Städte miteinander vergleichen wollen.

Gut ausgerüstet unterwegs: Sonnenschutz für die Augen nicht vergessen

Ein ausgedehnter Stadtbummel durch Köln bedeutet oft stundenlange Zeit im Freien. Gerade an sonnigen Tagen sollte man die Augen nicht vergessen. Eine hochwertige Sonnenbrille ist dabei kein Luxus, sondern echter Schutz vor UV-Strahlung. Bei der Auswahl lohnt sich eine fachkundige Beratung durch einen Optiker. Wer bundesweit nach einem guten Anlaufpunkt sucht, findet bei Brillenspezialisten, eine breite Auswahl an Sonnenbrillen in verschiedenen Preisklassen und Stilen.

Köln überrascht immer wieder aufs Neue. Ob Du bereits zehnmal in der Stadt warst oder zum ersten Mal die Rheinbrücken überquerst — es gibt immer ein Viertel, eine Gasse oder ein Café, das Du noch nicht kennst. Genau das macht den Charme dieser Stadt aus.

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Büdchen, Kiosk, Trinkhalle https://www.nrwhits.de/themenspecial/buedchen-kiosk-trinkhalle/ https://www.nrwhits.de/themenspecial/buedchen-kiosk-trinkhalle/#respond Wed, 06 Oct 2021 15:59:14 +0000 https://www.nrwhits.de/?p=341657 Der Kiosk ist seit dem Jahr 2020 Teil des Immateriellen Kulturerbes von NRW. Wir verraten Dir, welche 10 Büdchen einen Besuch wert sind.

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Egal ob Büdchen, Kiosk, Trinkhalle, Bude, Marktstand oder Späti – ein Leben ohne die praktischen Einkaufsläden ist kaum vorstellbar. In Nordrhein Westfalen und gerade im Ruhrgebiet gehören die kleinen Ladenlokale zum Stadtbild dazu und stellen für Viele weitaus mehr als eine Einkaufsgelegenheit dar. Klar bekommt man hier Zeitung, Zigaretten und Getränke – doch das Büdchen um die Ecke verkörpert noch so viel mehr. Seien es die Erinnerungen an eine Gemischte Tüte aus Kindheitstagen, das Wegbier vor dem Besuch im Fußballstadion oder ein nettes Gespräch mit dem Kioskbesitzer oder den Nachbarn.

Kiosk wird zum Immateriellen Kulturerbe von NRW

Vor allem der soziale Aspekt von Trinkhallen spielt eine zentrale Rolle und macht aus dem Büdchen einen Ort der Integration und des Austausches. Aus diesem Grund zählt die Trinkhallenkultur seit 2020 auch offiziell zum Immateriellen Kulturerbe des Landes NRW. Insgesamt gibt es im bevölkerungsreichsten Bundesland jetzt zwölf solcher Eintragungen. Denn neben der Büdchenkultur umfasst das Landesinventar zum Beispiel auch die Bolzplatzkultur, den Rheinischen Karneval sowie das Schützenwesen.

Die Anzahl an Büdchen in NRW ist utopisch. Alleine im Ruhrgebiet beläuft sich die Anzahl der kleinen Ladenlokale auf rund 18.000 Stück und auch im Düsseldorf und Neanderland sowie im Köln und Rhein-Erft-Kreis ist das Kiosk nicht wegzudenken. Deshalb stellen wir euch gleich 10 Büdchen vor, die wirklich besonders und immer wieder Austragungsort von erstklassigen Veranstaltungen sind.

Besondere Trinkhallen im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet widmet dem Büdchen sogar einen Feiertag. Am Tag der Trinkhallen verwandeln sich die verschiedenen Buden in interaktive Eventlocations mit tollem Kulturprogramm. Unter dem Motto „Biken, Buden, Bömskes“ nehmen jedes Jahr rund 50 Büdchen der Region teil. Zwischen 15:00 und 22:00 Uhr kannst Du dich auf Kabarett, Kleinkunst, Poetry Slam, Musik und Sport freuen.

Fietes Kutter Kiosk

In Bergkamen treffen ein gewöhnliches Büdchen und ein Kutter aufeinander. Heraus kommt Fietes Kutter Kiosk, welches gemütlich auf dem Datteln-Hamm-Kanal treibt. In dem kleinen Fahrgastschiff findet man neben dem üblichen Trinkhallen-Sortiment auch Bratwürstchen und Frikadellen vom Grill. Wer am Wochenende vorbeischaut, hat sogar die Chance auf selbstgemachte Matjesbrötchen. Neben den kulinarischen Leckereien bietet Fietes Kutter Kiosk außerdem die Möglichkeit selbst zum Kapitän zu werden. Für 29,00 € die Stunde kann man sich ein Bötchen ausleihen und über den Kanal schippern.

Blaues Büdchen

Schon von weitem macht das Blaue Büdchen mit seiner leuchtenden Fassade auf sich aufmerksam. Die schnuckelige Trinkhalle ist das älteste Kiosk der Stadt Duisburg und steht sogar unter Denkmalschutz. Neben Klatschmagazinen, Süßigkeiten und Kaltgetränken gibt es hier natürlich auch was zum futtern. Frische Brötchen, saftige Frikadellen, knackige Bockwurst und deftiges Gulasch stillen den Hunger.

Das Blaue Büdchen ist darüber hinaus auch am Tag der Trinkhallen einen Besuch wert. Besucher dürfen sich hier auf Poetry Slams freuen. In lyrischen Wortgefechten kämpfen die jungen Dichter und Denker um die Gunst des Publikums.

Der K(uh)iosk

Vor seiner Zeit als Trinkhalle war Der K(uh)iosk lange eine gewöhnliche Bushaltestelle gewesen. Heutzutage wurde aus dem Ort an dem Menschen auf den Bus warten ein Treffpunkt für Jung und Alt. Seinen Namen verdankt Der K(uh)iosk seinen schwarzen kuhflecken. Ein tolles Motiv für ein außergewöhnliches Foto.

24 Stunden Kiosk

In Dortmund kann man beim 24 Stunden Kiosk rund um die Uhr einkaufen gehen. Das bekannteste Büdchen der Revierstadt empfängt seine Kunden Tag und Nacht mit offenen Türen – und das 365 Tage im Jahr. Die Dortmunder Trinkhalle existiert bereits seit gut 80 Jahren – 25 davon hat der Kiosk durchgehend geöffnet. Gelegen am Bananenradweg, einer alten Bahntrasse, kannst Du am 24 Stunden Kiosk eine wohlverdiente Pause einlegen. Denn zusammen mit Family und Friends kann man auf der ehemaligen Trasse fernab vom Stadtverkehr eine wunderschöne Radtour vom Hauptbahnhof zum PHOENIX See machen.

Kultige Büdchen in Düsseldorf

In Düsseldorf wird die Trinkhallenkultur mit dem alljährlichen Büdchentag gefeiert. Ähnlich wie im Ruhrgebiet organisieren die Kioskbesitzer ein geniales Unterhaltungsprogramm mit Kunst, Kultur und Musik. Verschiedene Routen sorgen hier für Spiel und Spaß.

Fortuna Büdchen

Das Fortuna Büdchen am Tonhallenufer ist viel mehr als eine Liebeserklärung an den Fußballverein Fortuna Düsseldorf. Ein Besuch beim rot-weißen Kiosk gehört für eingefleischte Düsseldorfer zur Freizeitgestaltung. So gilt das Fortuna Büdchen bei Jung und Alt als beliebter Treffpunkt. Neben kühlem Altbier, frischem Mett mit Zwiebeln und dem berühmten Fortuna Brötchen serviert das Büdchen einen erstklassigen Panoramablick auf die Stadt am Rhein. Nicht nur im Sommer versammeln sich gegen Feierabend zahlreiche Schaulustige, um bei einem Kaltgetränk den Sonnenuntergang zu genießen. Mit Blick auf den Rhein, die Oberkasseler Brücke und den Fernsehturm lässt es sich hier gut aushalten.

Das Büdchen

Gelegen im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk begeistert Das Büdchen mit einem großen Angebot an Getränken und türkischen Leckereien. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Trinkhallen laden gemütliche Biertisch-Garnituren, kostenfreies WLAN und Sonnenschirme dazu ein länger zu verweilen. Hier kann man sich mit Freunden einen schönen Abend machen oder mit den Nachbarn ein Kaffeekränzchen halten.

Tolle Kioske in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis

Fast jeder Kölner hat sein Lieblingsbüdchen. Und natürlich hat auch jeder Kiosk seinen eigenen Charme. Dennoch gibt es ein paar Büdchen, die sich abheben. Wer 40 Minuten weiter Richtung Süden fährt finden in Bonn außerdem das Büdchen, bei dem sich schon Helmut Kohl das ein oder andere Brötchen bestellt hat.

Köski Royal

Gelegen auf der Kitschburger Straße in Köln finden Besucher das Köski Royal. Das wunderschöne Büdchen im Stadtteil Braunsfeld heißt einen stets herzlich Willkommen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Büdchen bekommen Gäste hier kein Kaffee aus dem Automaten. Das Köski Royal setzt hingegen auf Cappucino aus der Siebträgermaschine, italienische Tartufini und spanische Blanxart-Schokolade. Wenn das nicht nach einer Luxusvariante der beliebten Trinkhallen klingt.

PS: Das türkische Wort Köşk steht übrigens für einen prachtvollen Gartenpavillon.

La Ola Büdchen

Das La Ola Büdchen ist eine Kombination aus klassischem Kiosk mit Guckloch und außergewöhnlicher Eventlocation. Neben eigenen Veranstaltungen kannst man das farbenfrohen Kiosk auch für seine eigene Party mieten. In der schönen Neustadt-Süd kannst Du so zusammen mit Freunden eine unvergessliche Fete feiern.

Das Jazz Kiosk

Lust auf Live-Musik? Das Jazz Kiosk im Kölner Agnes-Viertel begeistert in regelmäßigen Abständen mit tollen Konzerten. Mit einem Kaltgetränk in der Hand und guter Musik im Ohr lassen sich hier ausgelassene Abende verbringen. Außerdem sind die Wände des Büdchens mit bekannten Jazzlegenden tapeziert.

Bundesbüdchen

In der ehemaligen Bundesstadt Bonn findet man das sogenannte Bundesbüdchen. Auch als Kanzlerbüdchen bekannt steht der ovale Kiosk seit 1957 im heutigen Bundesviertel zwischen dem damaligen Bundeskanzleramt, dem Bundesrat und dem Bundestag. Zu den Stammkunden der Trinkhalle zählten zahlreiche Spitzenpolitiker. Darunter zum Beispiel Friedrich Nowottny, Helmut Schmidt und dessen Frau Loki sowie Franz Josef Strauß oder Helmut Kohl. Auch Joschka Fischer kaufte sich hier regelmäßig seine Asterix-Hefte.

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Regionale Gerichte aus NRW https://www.nrwhits.de/wochenendtipps/regionale-gerichte-aus-nrw/ https://www.nrwhits.de/wochenendtipps/regionale-gerichte-aus-nrw/#respond Fri, 12 Mar 2021 11:21:48 +0000 https://www.nrwhits.de/?p=337668 Was gibt es eigentlich in der rheinisch-westfälischen Küche? Wir stellen Dir regionale Gerichte vor, die Deinen Magen zum Knurren bringen.

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Du bist ein Fan von herzhafter und deftiger Küche? Dann ist die rheinisch-westfälische Küche genau nach Deinem Geschmack. Wer das bevölkerungsreichste Bundesland entdecken möchte, sollte es sich nicht nehmen lassen die kulinarischen Köstlichkeiten von NRW zu probieren. Denn neben berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Kölner Dom, dem UNESCO-Welterbe Zollverein und dem Düsseldorfer Rheinturm haben auch die regionalen Gerichte einiges zu bieten. Was im gutbürgerlichen Gasthaus, klassischen Brauhaus oder alteingesessenen Biergarten traditioneller Weise auf den Tellern landet, verraten wir Dir hier.

Rheinischer Sauerbraten

Eine echte rheinländische Spezialität ist der der berühmte Sauerbraten. Dieser wird von Region zu Region mit unterschiedlichen Soßen serviert. Während in der Eifel die Printensoße nicht fehlen darf, serviert man in der Region rund um Düsseldorf und Köln eine dunkle Bratensoße. Auch in Punkto Beilagen gibt es regionale Unterschiede. So kann es sein, dass entweder Pommes oder Klöße mit Rotkohl zum Sauerbraten serviert werden. Traditionell wird der Rheinische Sauerbraten übrigens aus Pferdefleisch zubereitet. Heutzutage hat das Rinderfleisch das Pferd jedoch größtenteils abgelöst.

Himmel un Äd

Was versteckt sich bloß hinter dem Gericht Himmel un Äd? Himmel un Äd, oder auf Hochdeutsch „Himmel und Erde“, ist eine herzhafte Leckerei, die aus Stampfkartoffeln, Blutwurst und Apfelmus besteht. Dabei leitet sich der Name von den Hauptzutaten des Gerichts ab. Während die Äpfel über den Köpfen, sprich im Himmel, geerntet werden, müssen die Kartoffeln aus der Erde gebuddelt werden. Das frühere Arme-Leute-Essen ist längst fester Bestandteil vieler Brauhauskarten und einfach nur lecker.

Westfälischer Pfefferpotthast

Ein westfälischer Klassiker ist der Pfefferpotthast, auch Piäpperpottharst genannt. Bei dem Leckerbissen handelt es sich um ein gulaschähnliches Schmorgericht. Dieses wird in einem Topf über mehrere Stunden butterweich gekocht. Seinen Ursprung hat die würzige Mahlzeit übrigens in Dortmund. Hier wurde der Pfefferpotthast im Jahre 1378 zum ersten Mal namentlich erwähnt.

Potthucke, Döppekooche oder Kartoffelauflauf

Als Beilage zu deftigen Gerichten darf in Nordrhein-Westfalen der Erdapfel nicht fehlen. Ob Pellkartoffeln mit Heringsstipp, rheinischer Ärpelschlaat (Kartoffelsalat) oder klassischer Kartoffelauflauf. Letzteres wird im Sauerland und Siegerland übrigens Potthucke und in der Eifel Döppekooche genannt. Zusammen mit Speck, Mettwürstchen und Zwiebeln ist das Ofengericht ein echter Hit.

Klassische Reibekuchen

Ein beliebter Klassiker aus Kartoffeln sind außerdem Reibekuchen. Die knusprigen, runden Taler aus geriebenen rohen Kartoffeln werden je nach Region mit Apfelmus, Rübenkraut, Butter oder Pumpernickel (Schwarzbrot) serviert. Aber auch Pflaumenmus, Knoblauchsoße oder Marmelade passen hervorragend zum Pillekoochen.

Und was gibt es zu Trinken?

Zu einer deftigen Mahlzeit darf das passende Bier natürlich nicht fehlen. Dabei gibt es in jeder Region Nordrhein-Westfalens andere Bierspezialitäten zu entdecken, die in Brauereien nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden. Während in Düsseldorf würzig-herbes Altbier getrunken wird, serviert der Köbes (Kellner) in der Domstadt Köln hingegen helles Kölsch aus langen, schlanken Gläsern. In der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn heißt das lokale Bier Bönnsch und im Ruhrgebiet gibt es eine große Auswahl an schmackhaftem Pils. In der Eifel und im Münsterland wird zudem gerne Landbier getrunken.

Hunger bekommen?

Na, läuft Dir schon das Wasser im Munde zusammen? Wir müssen gestehen, dass uns hier gerade allen der Magen knurrt. Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie kann man derzeit zwar leider nicht in geselliger Atmosphäre in einem der urigen Brauhäuser und Biergärten sitzen und die lokale Küchenkunst genießen, dafür bieten viele Restaurants jedoch einen PickUp- und Lieferservices an. Wer sich selber an den traditionellen Gerichten probieren möchte, der wird im Netz oder Kochbuch fündig. Auch ein Anruf bei den Eltern oder Großeltern kann weiterhelfen, um an ein gut behütete Familienrezept zu kommen.

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Bierkultur in NRW https://www.nrwhits.de/themenspecial/biergartenkultur-in-nrw-bier-erleben/ https://www.nrwhits.de/themenspecial/biergartenkultur-in-nrw-bier-erleben/#respond Mon, 26 Jun 2017 14:29:00 +0000 https://www.nrwhits.de/bierkultur-in-nrw/ Kölsch, Altbier, Pils oder Export - wir zeigen, wie vielfältig die Bierlandschaft in NRW ist.

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Nordrhein-Westfalen glänzt mit einer uralten Brautradition und ganz eigenen Biersorten. Und im Sommer schmecken diese wohltemperierten Hopfenkaltgetränke im gemütlichen Biergarten gleich noch viel besser – egal on Kölsch, Altbier, Pils oder Export. Wir zeigen, wie vielfältig die Bierlandschaft ist und wo die schönsten Gartenwirtschaften zu finden sind.

Biertradition in NRW

Ganz Deutschland liegt in Punkto Bierkonsum und Brauereidichte in Europa weit vorne. Über 1.300 verschiedene Brauhäuser gibt es hierzulande. Und in keinem Bundesland gibt es so viele unterschiedliche Biersorten wie in Nordrhein-Westfalen. Natürlich wird bei deren Herstellung stets das deutsche Reinheitsgebot geachtet, das kürzlich seinen 500. Geburtstag feierte.

Kölsch – das Bier der Kölner

Obwohl in Köln seit dem Jahr 873 Bier gebraut wird, hat sich der Begriff Kölsch erst Anfang des 19. Jahrhunderts etabliert. Das helle Obergärige, das in schmalen, länglichen Gläsern ausgeschenkt wird, hat eine durchschnittlichen Stammwürze von 11,3 % und einem Alkoholgehalt von durchschnittlich 4,8 %. Es gilt im Großraum Köln als Nationalgetränk. Daher ist neben einem Besuch des Kölner Doms vor allem der Genuss eines echten Kölsch für Touristen obligatorisch. Um diesen Kultstatus zu schützen, reguliert die sogenannte Kölsch-Konvention seit 1985, welches Bier sich mit der Bezeichnung „Kölsch“ schmücken darf. Seit 1997 wurde Kölsch als Bierspezialität übrigens von der EU in den Kreis der geschützten regionalen Spezialitäten aufgenommen.

Altbier wird vor allem in und um Düsseldorf getrunken

Vor allem in und um die Landeshauptstadt Düsseldorf ist das bernsteinfarbige Altbier das Bier Nummer eins. Dabei handlet es sich um ein obergäriges Vollbier, mit einer Stammwürze von durchschnittlich 11,5 Prozent und einem Alkoholgehalt von etwa 4,8 Prozent. Der Name bedeutet übrigens keinesfalls, dass es sich um altes Bier handelt. Vielmehr kommt bei der Herstellung das „alte“ Brauverfahren zum Einsatz, das noch aus der Zeit ohne technischen Kühlverfahren stammt. An der längsten Theke der Welt werden vor allem Sorten der lokalen Brauhäuser wie Füchschen, Schlüssel, Schumacher oder Uerige ausgeschenkt. Seit einigen Jahren bereichern aber auch neue Brauhäuser wie Kürzer oder Gulasch Alt den Markt.

Dortmunder Export – das Bier des Ruhrpotts

Das Dortmunder Export wurde erstmals 1843 von Heinrich Wenker und seinem Vater in der Krone am Markt gebraut. Dabei handelt es sich um ein untergäriges Vollbier mit einer Stammwürze von 12 % bis 14 % und einem Alkoholgehalt etwa 5 Prozent. Kaum ein anderes Bier hat den Ruhpott so geprägt wie das Export. Lange Zeit galt es als das unumstrittene Bier der Arbeiterklasse und wurde vor allem von den Beschäftigten der Kohle- und Stahlindustrie im Ruhrgebiets geschätzt. Heute wird es vielerorts vom Pils verdrängt. Dennoch haben bis heute fünf der neun Dortmunder Biermarken ein Export in ihrem Sortiment.

Pils aus NRW

Auch wenn das Pils ursprünglich aus dem tschechischen Pilsen stammt, haben zahlreiche Pilsbrauereien in NRW ihre Heimat, die an internationalen Theken ausgeschenkt werden. Krombacher, König Pilsener, Veltins, Bittburger oder Warsteiner sind nur einige der weltbekannten Namen, die hier gebraut werden. Aber auch zahlreiche kleinere Unternehmen brauen nach dieser untergärigen Brauart, die heute die beliebteste in Deutschland ist.

Craftbeer aus Nordrhein-Westfalen

Seit einigen Jahren befasst sich eine wachsende Zahl von meist sehr kleinen Brauereien auf die Produktion von sogenanntem Craftbeer. Damit ist handwerklich gebrautes Bier verschiedener Sorten gemeint, bei deren begrenzter Herstellung nur besten Zutaten zum Einsatz kommen und jeder Schritt im Brauprozess noch echte Handarbeit ist. Meist wird das Bier direkt vor Ort verkauft. Sorten wie Indian Pale Ale, Stout oder Pale Ale, die hierzulande bis vor einigen Jahren eher unbekannt waren, haben durch diesen Trend einen echten Aufschwung erlebt. Aber auch traditionelle Sorten wie Landbier, Doppelbock oder Maibock schaffen es regelmäßig auf die Karten der Crafteer-Brauer.

Köbes und Zappes

Köbes und Zappes – diese Beiden sind in der rheinischen Bier-Gastronomie die wichtigsten Ansprechpartner. Während sich der Zappes um das stete Befüllen der Gläser kümmert, verkauft der Köbes das Bier an den Tischen seinen Gästen. Dabei sollte man ihn niemals mit einem Kellner oder Ober verwechseln. Der Köbes ist mit seinem rauem Charme und den bisweilen ruppigen Umgangsformen ein echtes Original in den Brauhäusern in Köln, Bonn, Düsseldorf oder Krefeld. Besonderheit: wer einmal ein Bier beim Köbes bestellt hat, der wird ohne weiteren Zuruf immer wieder mit selbigem versorgt. Die appetitliche Größe des traditionellen Glases sorgt dafür, dass das Bier nicht schal wird und der Köbes immer reichlich zu tun hat. Erst wer seinen Deckel aufs Glas legt oder zum Bezahlen auffordert, beendet den steten Bierstrom.

Lukullische Begleiter im Biergarten

Ein Klassiker im Rheinländischen oder Westfälischen Biergarten ist der Halver Hahn. Keineswegs erwartet den Gast dann jedoch ein halbes Hähnchen vom Grill, sondern eine schlichte Brotzeit: Genauer gesagt ein Roggenbrötchen mit Käse und etwas Senf. Alternativ kann man Himmel un Äd ordern. Gemeint ist gebratene Blutwurst mit Kartoffelpüree und Apfelmus. Wer etwas mehr Hunger mitbringt, der kann sich an rheinischem Sauerbraten oder Eisbein mit Sauerkraut versuchen.

Die schönsten Biergärten in NRW

  • Düsseldorfer Rheinterrassen: Das imposante Gebäude im Neoklassizistischen Stil wurde in den 20er Jahren errichtet und beherbergt im Inneren mehrere Veranstaltungs- und Gastronomieräume. Die Rückfassade öffnet sich zum Rhein mit einem geräumigen Freigelände. Die Terrassen bieten Platz für bis zu 1.000 Gäste – einen freien Blick auf den breiten Strom inklusive. Eine wunderschöne Kulisse um ein kühles Bier im Sommer zu genießen.
  • Bahnhöfchen in Bonn: Die westlichste Endstation der ältesten Schmalspurbahn Deutschlands – der Bröltalbahn – ist heute direkt am Rhein gelegen ein Gasthaus mit angeschlossenem Biergarten. Spektakulär ist der Ausblick auf die Bonner Skyline am gegenüberliegenden Ufer, vor allem in den Abendstunden, wenn über der Stadt die Sonne untergeht.
  • Bootshaus alte Liebe in Köln: Mitten auf dem Wasser schwimmt auf einer Plattform ein auffällig rot-weiß-gestreiftes Bootshaus, das mit einem leuchtend blauen Steg mit dem Ufer verbunden ist. Vom kleinen Biergarten aus lassen sich die Flaneure an der Uferpromenade, der „Kölschen Riviera“, genauso beobachten, wie vorbeiziehende Schiffe. Die Beleuchtung sorgt abends für eine ganz besondere Atmosphäre.
  • Lago Beach in Zülpich: Fast schon mehr Beach-Club als Biergarten ist dieser Laden am Zülpicher See westlich von Bonn. Direkt an die große Holzterrasse grenzt ein großer Sandstrand an. Neben einem erfrischenden Bier können hier auch Cocktails genossen werden. Das Gelände liegt direkt am Gartenschaupark von Zülpich.
  • Pleister Mühle in Münster: Mitten in der Natur liegt dieser alteingesessene Münsteraner Biergarten. Seit dem 18. Jahrhundert wird das Gebäude für gastronomische Zwecke genutzt. Früher kehrten hier regelmäßig die Flößer von der angrenzenden Werse ein. Mit dem benachbarten Kanuverleih und verschiedenen vorbeiführenden Radwegen eignet er sich vor allem zum Einkehren für Aktive. Im Sommer wird zudem regelmäßig gegrillt.
  • Pott’s Brau & Backhaus in Oelde: In diesem urigen Biergarten stammt das kühle Getränk direkt von der benachbarten Brauerei. Auch eine eigene Bäckerei und Metzgerei gehören dazu. Die Erlebnisgaststätte verfügt über eine ausgedehnte Freifläche und serviert zum kühlen Bier im Sommer traditionelle Gerichte komplett aus eigener Herstellung.
  • Diebels im Duisburger Hafen: Im Duisburger Innenhafen befindet sich vor dem imposanten Backsteingebäude eine schwimmende Plattform auf dem Wasser, die als Biergarten des neuen Brauhauses dient. Inmitten der Kulisse der alten Speichergebäude bietet der Sitzplatz etwas abgerückt von der Uferpromenade einen ganz besonderen Blick auf die Umgebung.

Ausflüge in die Bierkultur

  • Benrather Bierbörse: Eine Besonderheit in Nordrhein-Westfalen sind die Bierbörsen, die im Sommer in zahlreichen Städten stattfinden. Dabei können neben den einheimischen Biersorten auch Brauerzeugnisse aus anderen Ländern verköstigt werden. Oftmals stellen die lokalen Brauereien für diesen Anlass zusätzlich ein besonderes Bier her. Die Benrather Bierbörse zählt zweifellos zu den schönsten Events dieser Art.
  • Brauereimuseum Dortmund: Auf einer Fläche von über 1.000 Quadratmetern kann hier in die Tradition des (lokalen) Bierbrauens eingetaucht werden. Führungen und Verköstigungen erweitern das Angebot rund um die Geschichte und Entwicklung des Gerstensaftes.
  • Kölner Brauhaus Wanderweg: Eine rund dreistündige Führung zeigt die verschiedenen Highlights rund ums lokale Bier und die traditionellen Brauhäuser der Stadt. Beim Einkehren können die unterschiedlichen Kölschsorten auch in entsprechender Atmosphäre verkostet werden.
  • Altbiertour durch Düsseldorf: Auch hier können bei einer Führung durch die Altstadt die zahlreichen lokalen Sorten und Gasthäuser kennengelernt werden. Zudem gehören eine Brauereibesichtigung und ein Altbierdiplom zur Veranstaltung.
  • Brauereibesichtigungen: In nahezu allen größeren und kleineren Brauereien ist es möglich, im Rahmen einer Besichtigung einen tieferen Einblick in die Brautradition zu erhalten. Auch eine Verköstigung ist dabei meist obligatorisch. Oftmals ist direkt eine Gastronomie angeschlossen – im Sommer auch mit Bewirtung im Freien.

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