Manuelskotten

  • Kaltenbacher Kotten 1
  • 42349 Wuppertal
  • Unterkohlfurt (VRR)
  • 2015 jeweils 10.30-17 h:
    24./25. Mai, 14./20./28. Juni, 12./26. Juli, 9./23. August, 13./27. September, 1./25. Oktober
  • frei

Der Manuelskotten ist der letzte tätige Schleifkotten auf Wuppertaler Gebiet und ein industriegeschichtliches Denkmal. Benannt wurde er nach dem Vorbesitzer.

Der Kotten ist zwischen den Wuppertaler Stadtteilen Cronenberg und Kohlfurt am Kaltenbach gelegen und die jüngste dieser Anlagen im Kaltenbachtal. Um 1880 trieb der kleine Bach mehrere Wasserräder an; es gab zwei Hammerwerke, drei Schleifkotten und eine Mühle.

Foto: Hartmut Schmahl Idyllisch gelegen und weitgehend unverändert Das im Jahre 1902 erbaute Gebäude wurde nach einem Brand des vorherigen Kottens einige Meter weiter komplett neu errichtet. Einst arbeiteten hier rund 28 Mann als selbstständige Schleifer, da sie ihren Arbeitsplatz stundenweise vom Eigentümer anmieten konnten. Heute arbeitet in dem Kotten nur noch ein einziger Schleifer, der für ein Unternehmen Produkte herstellt. An jedem zweiten Sonntag kann man dem Schleifer bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Foto: Hartmut Schmahl Ein "lebendes Museum" Das besondere am Manuelskotten sind die verschiedenen Antriebsarten: Wasserrad, ehemalige Dampfmaschine, Dieselmotor, Generator und Elektromotor. In dieser Konstellation einzigartig in der Region, zeigen sie die Energiegewinnung der letzten einhundert Jahre. Das funktionstüchtige Wasserrad betreibt noch heute den Kotten. Seit 1993 gehört der Kotten der Stadt Wuppertal als Außenstelle des Historischen Zentrums.

Hinweis: Der Kotten kann bequem mit einem Sammeltaxi vom Wuppertaler Cronenberg Rathaus aus erreicht werden, das unter 0202-750030 bestellt wird und bis Wuppertal Unterkohlfurt fährt. Von dort aus ist es nur noch ein Fußweg von zehn Minuten.